{"id":9036,"date":"2024-06-27T15:21:40","date_gmt":"2024-06-27T15:21:40","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/27\/kritik-am-bundesrechnungshof-foerderung-von-computerspielen-scharf-kritisiert\/"},"modified":"2024-06-27T15:21:40","modified_gmt":"2024-06-27T15:21:40","slug":"kritik-am-bundesrechnungshof-foerderung-von-computerspielen-scharf-kritisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9036","title":{"rendered":"Kritik am Bundesrechnungshof: F\u00f6rderung von Computerspielen scharf kritisiert"},"content":{"rendered":"<p>Der Bundesrechnungshof hat in einem aktuellen Pr\u00fcfungsbericht die F\u00f6rderung von Computerspielen durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Pr\u00fcfer bem\u00e4ngeln insbesondere, dass Entwicklerstudios nicht verpflichtet sind, die erhaltenen F\u00f6rdermittel bei wirtschaftlichem Erfolg zur\u00fcckzuzahlen. Zudem sind sie der Meinung, dass die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Spielef\u00f6rderung nicht beim Bund, sondern bei den L\u00e4ndern liegen sollte. Das derzeitige Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Verkehr, das f\u00fcr die F\u00f6rderung verantwortlich ist, muss laut dem Bericht des Bundesrechnungshofs noch klarstellen, warum der Bund f\u00fcr die F\u00f6rderung zust\u00e4ndig sein sollte. Wenn keine Zust\u00e4ndigkeit vorliegt, sollte die F\u00f6rderung seitens des Bundes eingestellt werden.<\/p>\n<p>Auch die konkrete Umsetzung der Games-F\u00f6rderung bereitet dem Bundesrechnungshof Sorgen. Es bleibt unklar, warum die F\u00f6rdermittel nach der Ver\u00f6ffentlichung eines Spiels nicht zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen. Bei 10 der insgesamt 18 untersuchten Projekte war die Einsch\u00e4tzung der Antragsteller, dass die Einnahmen des Spiels die Projektkosten sp\u00e4testens nach drei Jahren \u00fcbersteigen sollen. Der Bundesrechnungshof empfiehlt daher, dass die F\u00f6rdermittel bei wirtschaftlichem Erfolg zur\u00fcckgezahlt werden sollten.<\/p>\n<p>Der Branchenverband game, der sich regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr eine St\u00e4rkung der Spielef\u00f6rderung einsetzt, \u00e4u\u00dfert Kritik an dem Bericht des Bundesrechnungshofs. Dieser vernachl\u00e4ssige wichtige Faktoren und missverstehe das Ziel der Games-F\u00f6rderung, so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von game, Felix Falk. Deutschland habe aufgrund einer einseitigen Fokussierung auf bef\u00fcrchtete Gefahren in den 1990er und fr\u00fchen 2000er Jahren die Potenziale von Computerspielen nahezu vollst\u00e4ndig verpasst. Dies habe zu Nachteilen im internationalen Wettbewerb gef\u00fchrt, die bis heute sp\u00fcrbar seien. Nur mit einer international konkurrenzf\u00e4higen F\u00f6rderung k\u00f6nne man diesen R\u00fcckstand aufholen.<\/p>\n<p>Laut dem Branchenmagazin Gameswirtschaft wurden \u00fcber 500 Projekte durch die Games-F\u00f6rderung unterst\u00fctzt, wobei der Bund j\u00e4hrlich mindestens 50 Millionen Euro daf\u00fcr bereitstellt. Seit mehr als einem Jahr ruht die F\u00f6rderung jedoch, da die finanziellen Mittel f\u00fcr die kommenden Jahre bereits aufgebraucht sind und im Bundeshaushalt 2024 keine weiteren Mittel vorgesehen sind. Unabh\u00e4ngig von der Games-F\u00f6rderung hat der Bundeshaushalt die Bewilligung von 100 Millionen Euro zur Unterst\u00fctzung der deutschen Spieleindustrie beschlossen. Diese Mittel sollen \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren verteilt werden.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Deutschland + Games + game-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Felix Falk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrechnungshof hat in einem aktuellen Pr\u00fcfungsbericht die F\u00f6rderung von Computerspielen durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Die Pr\u00fcfer bem\u00e4ngeln insbesondere, dass Entwicklerstudios nicht verpflichtet sind, die erhaltenen F\u00f6rdermittel bei wirtschaftlichem Erfolg zur\u00fcckzuzahlen. 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