{"id":9075,"date":"2024-06-28T14:26:58","date_gmt":"2024-06-28T14:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/28\/neue-masche-auf-social-media-kriminelle-locken-mit-gefaelschten-promi-artikeln-zu-betruegerischen-investmentseiten\/"},"modified":"2024-06-28T14:26:58","modified_gmt":"2024-06-28T14:26:58","slug":"neue-masche-auf-social-media-kriminelle-locken-mit-gefaelschten-promi-artikeln-zu-betruegerischen-investmentseiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9075","title":{"rendered":"Neue Masche auf Social Media: Kriminelle locken mit gef\u00e4lschten Promi-Artikeln zu betr\u00fcgerischen Investmentseiten"},"content":{"rendered":"<p>Kriminelle haben wieder einmal eine neue Masche entwickelt, um ahnungslose Social-Media-Nutzer abzuzocken. Diesmal nutzen sie gef\u00e4lschte Interviews und Artikel \u00fcber Prominente, um ihre betr\u00fcgerischen Investment- und Krypto-Seiten zu bewerben. Die Watchlist Internet, das ACR-Institut und die Internet Ombudsstelle des \u00d6sterreichischen Instituts f\u00fcr angewandte Telekommunikation (\u00d6IAT) haben gemeinsam Untersuchungen zu diesem Thema durchgef\u00fchrt und alarmierende Ergebnisse gefunden.<\/p>\n<p>Laut den Ermittlungen werden in \u00d6sterreich t\u00e4glich rund 200.000 Menschen \u00fcber Facebook und Instagram von den Betr\u00fcgern mit gef\u00e4lschten Artikeln und Beitr\u00e4gen erreicht. Das ist eine ziemlich beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass \u00d6sterreich insgesamt nur etwa 9 Millionen Einwohner hat. Die Kriminellen nutzen diese gef\u00e4lschten Inhalte, um ihre betr\u00fcgerischen Seiten zu bewerben und ihre Opfer dazu zu bringen, ihr hart verdientes Geld zu investieren \u2013 nur um es dann zu verlieren.<\/p>\n<p>Die Masche der Betr\u00fcger ist nicht neu und wird bereits seit einigen Jahren angewendet. Sie nutzen nicht nur Social Media, sondern auch Anzeigen auf vertrauensw\u00fcrdigen Websites, um ihre Opfer zu erreichen. Die Watchlist Internet, die regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber betr\u00fcgerische Werbeanzeigen informiert wird, hat bereits zahlreiche F\u00e4lle von \u00f6sterreichischen Prominenten entdeckt, die angeblich diese betr\u00fcgerischen Investmentplattformen bewerben. Dabei handelt es sich jedoch um F\u00e4lschungen, die nur dazu dienen, potenzielle Opfer anzulocken und finanziellen Schaden anzurichten.<\/p>\n<p>Die Ermittlerinnen der Watchlist Internet haben innerhalb von nur 48 Stunden ganze 246 betr\u00fcgerische Anzeigen in der Meta-Werbebibliothek entdeckt. Diese Anzeigen verwendeten Fotos und Namen von bekannten Pers\u00f6nlichkeiten wie Barbara Flei\u00dfner, einer Moderatorin von Puls4, und Gerald Grosz, einem ehemaligen Politiker und oe24-Kommentator. Diese gef\u00e4lschten Anzeigen erreichten eine hohe Reichweite von mehreren tausend Personen.<\/p>\n<p>Auch ZIB-Moderatorin Nadja Bernhard wurde zum Ziel der Betr\u00fcger. Insgesamt wurden acht gef\u00e4lschte Anzeigen mit ihrem Namen geschaltet, die eine gro\u00dfe Anzahl von Personen erreichten. Zwischen Januar und April 2024 wurden insgesamt 9000 betr\u00fcgerische Anzeigen entdeckt, die in diesem Zeitraum Impressionen erzielten. Die Betr\u00fcger verwendeten insgesamt 25 Namen bekannter Pers\u00f6nlichkeiten, um die Wirksamkeit ihrer Werbung zu testen.<\/p>\n<p>Die Betr\u00fcger locken ihre Opfer mit emotionalen Ans\u00e4tzen auf gef\u00e4lschte Internetseiten, die den echten Nachrichtenportalen stark \u00e4hneln. Sie verwenden Designelemente und Logos von bekannten Medienh\u00e4usern wie oe24.at, Kronen Zeitung und Zeit im Bild, um ihre Seiten authentisch aussehen zu lassen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell anhand der URL, dass es sich um gef\u00e4lschte Seiten handelt. Nachdem man auf den Link geklickt hat, wird deutlich, dass die Seite in Wahrheit f\u00fcr betr\u00fcgerische Investmentplattformen wirbt.<\/p>\n<p>Trotz der Pr\u00fcfmechanismen der Social-Media-Plattformen schaffen es die Kriminellen immer wieder, ihre betr\u00fcgerischen Inhalte zu verbreiten. Die analysierten Anzeigen stammten von insgesamt 27 unterschiedlichen Profilen, von denen die meisten verifizierte Konten mit einer gro\u00dfen Anzahl von Followern waren. Diese Konten wurden gehackt, um den internen \u00dcberpr\u00fcfungsprozess der Plattformen zu umgehen oder zumindest zu erschweren.<\/p>\n<p>Die Werbung wird oft durch Links getarnt oder f\u00fchrt zu scheinbaren Zeitungsartikeln, die \u00fcber die Investmentplattform berichten. Obwohl auch diese Nachrichten gef\u00e4lscht sind, ist f\u00fcr die Bewerbung von Nachrichtenartikeln keine Genehmigung von der Finanzmarktaufsicht erforderlich, im Gegensatz zur Bewerbung von Finanzprodukten. Das macht es den Betr\u00fcgern leicht, ihre Opfer mit gef\u00e4lschten Nachrichten in die Falle zu locken.<\/p>\n<p>Obwohl Meta bereits einige betr\u00fcgerische Anzeigen entfernt hat, sind immer noch viele davon online, teilweise sogar von den gleichen Accounts. Die Watchlist Internet empfiehlt den Personen, die auf einer der betr\u00fcgerischen Plattformen investiert haben, die Werbung auf den entsprechenden Plattformen zu melden, eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten und ihre Bank zu kontaktieren, um m\u00f6glicherweise eine R\u00fcckerstattung des Geldes zu erreichen. Eine erh\u00f6hte Aufmerksamkeit bei der Bewerbung solcher Plattformen durch Prominente sowie bei vermeintlich lukrativen Gewinnen bietet bereits im Vorhinein Schutz.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Watchlist + Facebook + Instagram<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kriminelle haben wieder einmal eine neue Masche entwickelt, um ahnungslose Social-Media-Nutzer abzuzocken. Diesmal nutzen sie gef\u00e4lschte Interviews und Artikel \u00fcber Prominente, um ihre betr\u00fcgerischen Investment- und Krypto-Seiten zu bewerben. 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