{"id":9085,"date":"2024-06-29T15:05:06","date_gmt":"2024-06-29T15:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/29\/kt-unter-verdacht-internetdienstanbieter-installiert-schadsoftware-zur-beeintraechtigung-von-bittorrent-verkehr\/"},"modified":"2024-06-29T15:05:06","modified_gmt":"2024-06-29T15:05:06","slug":"kt-unter-verdacht-internetdienstanbieter-installiert-schadsoftware-zur-beeintraechtigung-von-bittorrent-verkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9085","title":{"rendered":"KT unter Verdacht: Internetdienstanbieter installiert Schadsoftware zur Beeintr\u00e4chtigung von BitTorrent-Verkehr"},"content":{"rendered":"<p>Der s\u00fcdkoreanische Internetdienstanbieter KT steht unter Verdacht, absichtlich Schadsoftware auf den Computern seiner Kunden installiert zu haben, um den BitTorrent-Verkehr zu beeintr\u00e4chtigen. Die Enth\u00fcllung kam durch einen Bericht der koreanischen Zeitung JBTC ans Licht und hat f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen gesorgt. <\/p>\n<p>KT, fr\u00fcher bekannt als Korea Telecom, soll diese Ma\u00dfnahmen ergriffen haben, da seine Kunden eine hohe Anzahl von Downloads durchf\u00fchrten. In S\u00fcdkorea ist Filesharing immer noch weit verbreitet, allerdings unterscheidet sich die verwendete Technologie von der in anderen L\u00e4ndern. Hier sind kostenpflichtige Dienste, sogenannte Webhard-Dienste, besonders beliebt, die BitTorrent unterst\u00fctzen. Diese Dienste bieten dedizierte Web-Seeds an, um sicherzustellen, dass Dateien jederzeit verf\u00fcgbar sind. Die Verteilung basiert auf Peer-to-Peer-Netzwerken, die in Zeiten hoher Auslastung die Bandbreite stark beanspruchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Manipulation wurde entdeckt, als zahlreiche Webhard-Benutzer, die Kunden von KT waren, ausschlie\u00dflich Fehlermeldungen erhielten. Eine Untersuchung von JBTC ergab, dass der Internetdienstanbieter anscheinend Malware auf Computern mit Webhard-Diensten installiert hatte. Mehr als 600.000 Kunden waren von der Schadsoftware betroffen.<\/p>\n<p>Die Polizei hat daraufhin den Hauptsitz und das Rechenzentrum von KT durchsucht und umfangreiche Beweismittel sichergestellt. KT und mehrere verbundene Unternehmen stehen nun unter dem Verdacht, die Malware gezielt eingesetzt zu haben, um Abonnenten auszuspionieren und den Datentransfer zu beeintr\u00e4chtigen. Es wird vermutet, dass mindestens 13 Personen, darunter Mitarbeiter von KT und ehemalige Mitarbeiter von Partnerunternehmen, in die Aktionen involviert waren. Eine Gruppe war f\u00fcr die Erstellung der sch\u00e4dlichen Software verantwortlich, w\u00e4hrend eine andere Gruppe f\u00fcr die Verbreitung der Programme zust\u00e4ndig war und den Betrieb sowie die Auswertung der gesammelten Daten durchf\u00fchrte. Diese Ma\u00dfnahmen wurden \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum von mehreren Jahren durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>KT gibt an, dass sein Ziel lediglich darin bestand, den Datenverkehr in seinem Netzwerk zu verwalten, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Die Behauptungen gegen KT werfen jedoch Fragen zur Vertrauensw\u00fcrdigkeit und Transparenz von Internetdienstanbietern auf. Kunden legen gro\u00dfen Wert darauf, dass ihre Daten sicher und gesch\u00fctzt sind. Ein solcher Vorfall k\u00f6nnte das Vertrauen in KT und andere Unternehmen dieser Art nachhaltig beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, wie die Untersuchungen und rechtlichen Konsequenzen in diesem Fall ausfallen werden. Die Beh\u00f6rden haben eine wichtige Aufgabe, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und sicherzustellen, dass solche Vorf\u00e4lle nicht wieder vorkommen. Kunden sollten ihre Internetdienstanbieter kritisch hinterfragen und auf die Sicherheit ihrer Daten achten.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KT + JBTC + Malware<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der s\u00fcdkoreanische Internetdienstanbieter KT steht unter Verdacht, absichtlich Schadsoftware auf den Computern seiner Kunden installiert zu haben, um den BitTorrent-Verkehr zu beeintr\u00e4chtigen. Die Enth\u00fcllung kam durch einen Bericht der koreanischen Zeitung JBTC ans Licht und hat f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen gesorgt. 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