{"id":9089,"date":"2024-06-30T17:59:01","date_gmt":"2024-06-30T17:59:01","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/06\/30\/ki-in-britischen-universitaeten-wie-stark-ist-das-pruefungssystem-gefaehrdet-studie-enthuellt-erschreckende-ergebnisse\/"},"modified":"2024-06-30T17:59:01","modified_gmt":"2024-06-30T17:59:01","slug":"ki-in-britischen-universitaeten-wie-stark-ist-das-pruefungssystem-gefaehrdet-studie-enthuellt-erschreckende-ergebnisse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9089","title":{"rendered":"KI in britischen Universit\u00e4ten: Wie stark ist das Pr\u00fcfungssystem gef\u00e4hrdet? Studie enth\u00fcllt erschreckende Ergebnisse."},"content":{"rendered":"<p>Das Pr\u00fcfungssystem an britischen Universit\u00e4ten ist darauf ausgelegt, die F\u00e4higkeiten der Studierenden zu testen und sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten erworben haben. Doch wie widerstandsf\u00e4hig ist dieses System gegen\u00fcber KI-gest\u00fctzten Antworten?<\/p>\n<p>Ein Experiment an der Universit\u00e4t Reading hat \u00fcberraschende Ergebnisse geliefert. Peter Scarfe und sein Team integrierten mehr als 30 von ChatGPT-4 generierte Texte in das Pr\u00fcfungssystem. Diese Texte wurden \u00fcber verschiedene Studienjahre hinweg in f\u00fcnf Bachelor-Module im Fach Psychologie eingespeist. Das Ergebnis war verbl\u00fcffend: 94 Prozent der KI-basierten Eingaben blieben unbemerkt. Die nicht informierten Pr\u00fcfer vergaben sogar Noten, die im Durchschnitt eine halbe Stufe h\u00f6her lagen als die von echten Studierenden.<\/p>\n<p>Insgesamt zeigte sich, dass die KI-Einreichungen in 83,4 Prozent der F\u00e4lle besser abschnitten als eine zuf\u00e4llige Auswahl von echten Antworten. Diese Ergebnisse wurden nun in der Online-Fachzeitschrift PLOS One ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Studie identifizierte zwei verschiedene Pr\u00fcfungsarten, bei denen KI zum Einsatz kam. Zum einen waren Kurzantworten gefordert, bei denen vier von sechs Fragen mit jeweils 200 W\u00f6rtern beantwortet werden mussten. Zus\u00e4tzlich wurden Aufgaben gestellt, die das Verfassen eines 1500-W\u00f6rter-Essays erforderten. Die Studierenden hatten dabei unterschiedliche Zeitfenster zur Bearbeitung.<\/p>\n<p>Interessanterweise fanden die Forscher heraus, dass die KI bei den Kurzantworten oft zu viele W\u00f6rter und bei den Aufs\u00e4tzen zu wenige W\u00f6rter produzierte. Daher entschieden sie sich, die Wortgrenzen anzupassen, um die Ergebnisse dem angestrebten Ziel anzupassen.<\/p>\n<p>Es ist wichtig anzumerken, dass zum Zeitpunkt der Untersuchung im Sommer 2023 der Einsatz von KI zur Bearbeitung von Pr\u00fcfungen an der Universit\u00e4t untersagt war. Die Softwaresysteme zur Einreichung und Bewertung der Pr\u00fcfungen waren nicht mit einem KI-Erkennungssystem ausgestattet. Die Mitarbeiter erhielten jedoch standardisierte Richtlinien zur Erkennung von unzureichenden akademischen Praktiken und Fehlverhalten.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieser Studie werfen Fragen zur Sicherheit und Integrit\u00e4t des Pr\u00fcfungssystems auf. Es ist klar, dass Ma\u00dfnahmen ergriffen werden m\u00fcssen, um die Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber KI-gest\u00fctzten Antworten zu verbessern und einen fairen und zuverl\u00e4ssigen Bewertungsprozess sicherzustellen. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte von den Universit\u00e4ten unternommen werden, um diesem Problem entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: KI + GPT-4 + Peter Scarfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Pr\u00fcfungssystem an britischen Universit\u00e4ten ist darauf ausgelegt, die F\u00e4higkeiten der Studierenden zu testen und sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Kenntnisse und F\u00e4higkeiten erworben haben. Doch wie widerstandsf\u00e4hig ist dieses System gegen\u00fcber KI-gest\u00fctzten Antworten? Ein Experiment an der Universit\u00e4t Reading hat \u00fcberraschende Ergebnisse geliefert. 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