{"id":9199,"date":"2024-07-03T20:30:41","date_gmt":"2024-07-03T20:30:41","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/07\/03\/avast-schwere-vorwuerfe-wegen-datenverkauf-geldstrafe-und-strenge-auflagen-in-den-usa\/"},"modified":"2024-07-03T20:30:41","modified_gmt":"2024-07-03T20:30:41","slug":"avast-schwere-vorwuerfe-wegen-datenverkauf-geldstrafe-und-strenge-auflagen-in-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9199","title":{"rendered":"Avast: Schwere Vorw\u00fcrfe wegen Datenverkauf &#8211; Geldstrafe und strenge Auflagen in den USA"},"content":{"rendered":"<p>Avast, einer der bekanntesten Experten f\u00fcr Antivirensoftware, steht derzeit schwer in der Kritik. Obwohl das Unternehmen behauptet, seine Kunden vor Internet\u00fcberwachung zu sch\u00fctzen, hat es in der Realit\u00e4t detaillierte Daten \u00fcber die Webbrowsernutzung der Kunden gesammelt und gespeichert. Dies geschah mithilfe von Programmen und Browser-Plugins. Die erfassten Informationen umfassten Suchbegriffe, aufgerufene URLs und Cookies mit ihrem Inhalt, einschlie\u00dflich im Hintergrund geladener Ressourcen.<\/p>\n<p>Von 2014 bis 2020 verkaufte die Tochtergesellschaft von Avast, Jumpshot, diese Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern an \u00fcber 100 Werbefirmen. Die Daten wurden zwar pseudonymisiert, aber offenbar wieder identifizierbar gemacht. Diese Gesch\u00e4ftspraktiken wurden nun von verschiedenen Beh\u00f6rden geahndet.<\/p>\n<p>Bereits in Tschechien musste Avast eine Geldstrafe von rund 13,9 Millionen Euro zahlen. Nun wird das Unternehmen auch in den Vereinigten Staaten zur Kasse gebeten und muss eine Zahlung in H\u00f6he von 16,5 Millionen Dollar (ca. 15,4 Millionen Euro) leisten. Die Federal Trade Commission (FTC) hat hierzu eine alternative rechtliche Grundlage gefunden, obwohl es kein einheitliches Datenschutzgesetz in den USA gibt. Die heimliche Erfassung, Speicherung und der Verkauf der Daten werden von der FTC als unethische Gesch\u00e4ftspraktik und T\u00e4uschung betrachtet. Dar\u00fcber hinaus wird Avast vorgeworfen, entgegen seiner Zusicherungen die Daten nicht aggregiert und anonymisiert zu haben, was als irref\u00fchrende Darstellung betrachtet wird. All diese Praktiken sind gem\u00e4\u00df dem FTC-Gesetz untersagt.<\/p>\n<p>Die FTC fordert von Avast nicht nur die Zahlung von 16,5 Millionen US-Dollar, sondern legt auch eine Reihe von Bedingungen fest. Dazu geh\u00f6rt ein Verbot der Offenlegung von Browserdaten und falschen Behauptungen, die L\u00f6schung der gesammelten Daten und die Benachrichtigung betroffener US-Nutzer. Zus\u00e4tzlich wird die Implementierung eines Datenschutzprogramms sowie unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfungen gefordert. Avast muss j\u00e4hrlich ver\u00f6ffentlichte Selbstzertifizierungen f\u00fcr 20 Jahre durchf\u00fchren und ein j\u00e4hrliches Compliance Monitoring f\u00fcr zehn Jahre gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Der Beschluss der FTC wurde von drei Kommissaren einstimmig gef\u00e4llt, w\u00e4hrend die beiden anderen Kommissare nicht in das Verfahren involviert waren. Interessierte k\u00f6nnen den FTC-Beschluss und andere Verfahrensdokumente im Fall Avast Limited, Avast Software und Jumpshot (Az. C-4805) einsehen.<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: Avast + USA + FTC<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Avast, einer der bekanntesten Experten f\u00fcr Antivirensoftware, steht derzeit schwer in der Kritik. Obwohl das Unternehmen behauptet, seine Kunden vor Internet\u00fcberwachung zu sch\u00fctzen, hat es in der Realit\u00e4t detaillierte Daten \u00fcber die Webbrowsernutzung der Kunden gesammelt und gespeichert. Dies geschah mithilfe von Programmen und Browser-Plugins. 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