{"id":9331,"date":"2024-07-09T12:56:43","date_gmt":"2024-07-09T12:56:43","guid":{"rendered":"https:\/\/byte-bucket.com\/2024\/07\/09\/der-rat-fuer-deutsche-rechtschreibung-aktualisiert-sein-regelwerk-neue-woerter-und-strenge-regeln-happy-schreiben\/"},"modified":"2024-07-09T12:56:43","modified_gmt":"2024-07-09T12:56:43","slug":"der-rat-fuer-deutsche-rechtschreibung-aktualisiert-sein-regelwerk-neue-woerter-und-strenge-regeln-happy-schreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/byte-bucket.com\/?p=9331","title":{"rendered":"Der Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung aktualisiert sein Regelwerk: Neue W\u00f6rter und strenge Regeln &#8211; Happy Schreiben!"},"content":{"rendered":"<p>Es ist wieder soweit, liebe Freunde der Rechtschreibung! Der Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung hat mal wieder ein Update seines Regelwerks ver\u00f6ffentlicht. Und diesmal haben sie sich besonders den neumodischen Sprachph\u00e4nomenen gewidmet, die uns soziale Medien beschert haben. Ja, es ist wahr, der Rat hat endlich erkannt, dass wir nicht mehr nur auf Papier schreiben und dass &#8222;timen&#8220;, &#8222;mailen&#8220;, &#8222;liken&#8220; und &#8222;faken&#8220; l\u00e4ngst feste Bestandteile unserer Alltagssprache geworden sind. Da hat der gute alte Duden schon vor Jahren vorgelegt und der Rat zieht nun endlich nach. Besser sp\u00e4t als nie, sage ich!<\/p>\n<p>Aber Moment mal, was bedeutet das eigentlich f\u00fcr uns? Nun, zum einen k\u00f6nnen wir uns freuen, dass wir diese W\u00f6rter jetzt offiziell in unseren Texten verwenden d\u00fcrfen, ohne schief angeschaut zu werden. Das ist doch mal was! Und wenn wir mal ehrlich sind, wer von uns hat nicht schon mal eine E-Mail geschrieben oder etwas geliked? Also, ich zumindest bin da ganz vorne mit dabei.<\/p>\n<p>Doch Vorsicht ist geboten, denn der Rat hat auch ein paar strenge Regeln aufgestellt. Denn wenn wir ausdr\u00fccken wollen, dass wir etwas getan haben, m\u00fcssen wir uns an bestimmte Formen halten. Also ist es richtig zu sagen, dass wir etwas &#8222;geliked&#8220; oder &#8222;gelikt&#8220; haben, aber &#8222;geliket&#8220; ist ein absolutes No-Go. Genauso verh\u00e4lt es sich mit dem Faken. &#8222;Gefaked&#8220; oder &#8222;gefakt&#8220; sind erlaubt, aber &#8222;gefaket&#8220; wird nicht akzeptiert. Klingt kompliziert? Ja, das ist es definitiv. Aber wir sind ja alle Profis, nicht wahr?<\/p>\n<p>Und dann gibt es da noch die Sache mit den Partizipien. Oh je, jetzt wird es wirklich knifflig. Wenn wir zum Beispiel von einer gef\u00e4lschten Nachricht sprechen, ist &#8222;die gefakte Nachricht&#8220; korrekt, aber &#8222;die gefakede Nachricht&#8220; ist ein absolutes No-Go. Versteht ihr das? Ich auch nicht so ganz, aber wir m\u00fcssen uns wohl oder \u00fcbel daran gew\u00f6hnen. Der Rat hat schlie\u00dflich das letzte Wort.<\/p>\n<p>Was das Thema Gendering angeht, da h\u00e4lt sich der Rat vornehm zur\u00fcck. Keine verbindlichen Regeln zum Gebrauch von Sternchen oder Doppelpunkten. Das \u00fcberlassen sie lieber den Institutionen und der Politik. Na, dann k\u00f6nnen wir ja weiterhin fr\u00f6hlich dar\u00fcber diskutieren, wie wir unsere Sprache geschlechtergerecht gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ach ja, und f\u00fcr diejenigen unter euch, die gerne schm\u00f6kern: Das aktualisierte Regelwerk umfasst nun stolze 348 Seiten im PDF-Format. Ja, ihr habt richtig geh\u00f6rt, 348 Seiten! Da war die Ausgabe von 2016 mit ihren 284 Seiten ja geradezu eine Kurzfassung. Aber hey, wer braucht schon Platz im B\u00fccherregal, wenn man alles digital haben kann?<\/p>\n<p>Also, liebe Sprachbegeisterte, auf geht&#8217;s! Lasst uns die neuen Regelungen erkunden und unsere Texte mit den neuesten Anglizismen aufpeppen. Denn wir wollen doch alle auf dem neuesten Stand sein, oder etwa nicht? In diesem Sinne: Happy Schreiben!<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter: .Im B\u00fcrokratendeutsch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wieder soweit, liebe Freunde der Rechtschreibung! Der Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung hat mal wieder ein Update seines Regelwerks ver\u00f6ffentlicht. Und diesmal haben sie sich besonders den neumodischen Sprachph\u00e4nomenen gewidmet, die uns soziale Medien beschert haben. 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