Öffnung der iPhone-NFC-Schnittstelle im EU-Raum: Payment- und Banking-Dienste bereiten sich auf Veränderungen vor

Öffnung der iPhone-NFC-Schnittstelle im Europäischen Wirtschaftsraum: Payment- und Banking-Dienste bereiten sich vor

Die bevorstehende Öffnung der iPhone-NFC-Schnittstelle im Europäischen Wirtschaftsraum hat Payment- und Banking-Dienste dazu veranlasst, sich auf mögliche Veränderungen vorzubereiten. Der britische Finanzdienstleister Curve plant die Einführung einer eigenen Wallet, sobald Apple die abschließenden technischen Informationen bekannt gibt. Auch die norwegische Payment-App Vipps ist bereit, als Alternative zur Apple Wallet anzutreten.

Bereits im Januar kündigte Apple an, die Einschränkung der NFC-Schnittstelle innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums aufzugeben, noch bevor der Stichtag des Digital Markets Act erreicht wird. Mit diesem Schritt möchte das Unternehmen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung entkräften. Bisher hatten lediglich Apple Pay und Apple Wallet Zugriff auf die NFC-Funkverbindung des iPhones, um kontaktloses Bezahlen im Einzelhandel zu ermöglichen. Apple profitierte dabei von jeder Transaktion.

Nach Angaben von Curve könnten die zukünftigen Alternativen zum Apple Wallet letztendlich den Banken Millionen von Euro einsparen. Es bleibt jedoch abzuwarten, welche konkreten Vorteile Endnutzer durch die Öffnung der NFC-Schnittstelle letztendlich haben werden.

Curve stellt eine Kreditkarte zur Verfügung, auf der über die App andere persönliche Kredit- und Debitkarten als Zahlungsmittel hinterlegt werden können. Diese können flexibel gewechselt und auch nach einem Einkauf weiterhin genutzt werden. Darüber hinaus bietet Curve, wie viele andere Bezahldienstleister, auch die Möglichkeit der Später-Zahlen-Optionen an.

Bisher ist unklar, in welchen konkreten Punkten sich die Europäische Union und Apple bei der Öffnung der NFC-Schnittstelle uneinig sind. Im April griff die Europäische Zentralbank (EZB) überraschend in den Fall ein und kritisierte Apples geplante Umsetzung. Die EZB argumentierte, dass diese Maßnahme nicht ausreichend sei und keine echte Wettbewerbsgleichheit gewährleiste. Um den digitalen Euro zu ermöglichen, sei es außerdem erforderlich, auf das Secure Element des iPhones zugreifen zu können. Durch den Einsatz des Spezialchips könnten Apple-Pay-Zahlungen sicher mithilfe von gängigen Java-Card-Applets abgewickelt werden.

Schlagwörter: Apple Pay + Apple Wallet + Apple

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  • 31. Mai 2024