Microsoft sichert sich norwegische Rechenzentrumskapazitäten und hinterlässt KI-Forschungsorganisation im Rückspiegel

Microsoft hat in Norwegen Rechenzentrumskapazität angemietet, die ursprünglich für eine KI-Forschungsorganisation vorgesehen war. Diese Kapazität umfasst 30.000 Nvidia-Vera-Rubin-Chips und wird von Microsoft vom britischen Anbieter Nscale bereitgestellt. Zunächst hatte die KI-Forschungsorganisation mit Nscale ein europäisches Rechenzentrum namens Stargate Norway planen wollen, das Teil eines größeren Projekts mit KI-Investitionen war. Aufgrund gescheiterter Verhandlungen übernahm nun Microsoft diese Kapazitäten. Dies stellte den zweiten Rückschlag für die KI-Forschungsorganisation dar, nachdem ein ähnliches Projekt in Großbritannien zuvor aufgrund regulatorischer Hindernisse und hoher Energiekosten gestoppt worden war. Experten vermuten, dass steigende Serverkosten zu einer vorsichtigeren Herangehensweise an große Projekte führen könnten und möglicherweise eine veränderte Strategie der KI-Forschungsorganisation signalisieren. Trotz dieser Rückschläge betont ein Vertreter der Organisation weiterhin die Suche nach Kapazitäten in Norwegen und die Zusammenarbeit mit Partnern zur Erweiterung der Infrastruktur. Microsoft hingegen stärkt seine Position im Bereich KI-Rechenzentren: Neben dem Nscale-Vertrag erwarb das Unternehmen auch ein Datacenter-Projekt in Texas, das ursprünglich für eine andere KI-Forschungsorganisation und Oracle bestimmt war. Auch in Deutschland investiert Microsoft massiv in ein neues Rechenzentrum mit hoher Leistung im rheinischen Braunkohlerevier. Dieser Schritt unterstreicht Microsofts Fokus auf KI-Anwendungen und die Bereitstellung entsprechender Infrastruktur.

Schlagwörter: Microsoft + Norwegen + Nscale

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  • 14. April 2026