Die Linux-Distribution Fedora hat sich zwar mit leichter Verzögerung, aber im April dennoch ihren Weg in die Version 44 gebahnt. Grund für diese zeitliche Verschiebung waren vor allem unerwartete Bugs im neuen Einrichtungsassistenten für die KDE Plasma Desktop-Umgebung. Abseits dieser Herausforderungen verspricht Fedora 44 neben Stabilität und Zuverlässigkeit vor allem graduelle Verbesserungen in den verschiedenen Bereichen, die das Nutzererlebnis prägen. Fedora Workstation setzt dabei auf eine Aktualisierung der Gnome-Desktopumgebung auf Version 50. Diese bringt neue Features im Bereich des digitalen Wohlbefindens und umfangreiche Feinschliffe an bereits bestehenden Elementen. Beispiele hierfür sind Optimierungen bei der Fernanmeldung, dem Screenreader Orca oder dem Dokumentenbetrachter. Ein Schritt in Richtung Modernisierung ist auch die vollständige Entfernung des X-Server-Codes aus der Gnome-50-Codebasis. Besonders umfangreiche Änderungen finden sich in den drei KDE-Plasma-Varianten – Desktop Edition, Mobile Spin und Kinoite. Diese profitieren von der Plasma-Version 6.6 sowie einem neuen Account Setup. Statt Nutzerdaten wie Benutzername und Zeitzone während der Installation abzufragen, erfolgt dies nun später im Rahmen des ersten Bootvorgangs. Dieser Ansatz harmonisiert den Einrichtungsprozess mit dem Vorgehen bei Gnome-Varianten und ermöglicht Computerherstellern, Geräte mit vorinstalliertem KDE auszuliefern, bei denen sich Nutzer beim ersten Start lediglich ihre persönlichen Daten eingeben müssen. Anstatt SDDM (Simple Desktop Display Manager) übernimmt nun PLM (Plasma Login Manager) die Verantwortung für die Anmeldung. Bestandssysteme müssen diese Änderung aber manuell durchführen; sie erfolgt nicht automatisch beim Update. Darüber hinaus wird die Fedora-Variante Games Lab von Xfce auf KDE umgestellt, um von den Vorteilen von Wayland profitieren zu können. Auch Fedora 44 bringt Neuerungen für Server- und Cloud-Umgebungen. Neben den klassischen Server-, CoreOS- und Cloud-Versionen stehen nun auch Varianten für IBMs s390x und PowerPC (ppc64le) zur Verfügung. Ein tiefergehendes Verständnis der Neuerungen bietet die Detailliertheit in den Release Notes sowie eine umfassende Auflistung aller umgesetzten Änderungen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fedora 44 trotz anfänglicher Herausforderungen ein stabiles Update darstellt, das verschiedene Bereiche des Nutzererlebnisses weiterentwickelt und die Plattform für zukünftige Fortschritte vorbereitet.
Schlagwörter: Fedora + Plasma + Orca
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
