CODE-DE Lab: Deutschlands neue Plattform für digitale Erdbeobachtung und KI-Integration

Der Bund eröffnet mit CODE-DE Lab ein neues Kapitel in der digitalen Erdbeobachtung und vereinfacht den Zugang zu einer Vielzahl von raumbezogenen Daten. Als Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) entsteht eine zentrale Plattform, die Behörden, Forschern und Unternehmen einen gemeinsamen Raum bietet, um Daten aus europäischen Copernicus-Missionen, nationalen Erdbeobachtungsdaten sowie kommerziellen Satellitenbildern zu nutzen. Bisher waren diese Daten auf zwei getrennte Systeme verteilt: CODE-DE fokussierte sich primär auf operative Aufgaben der Verwaltung, während EO-Lab den wissenschaftlichen Bereich bedienen sollte. CODE-DE Lab integriert nun beide Bereiche und schafft somit eine einheitliche Infrastruktur. Mit einer Investition von insgesamt 20 Millionen Euro wird Deutschland seine Position als Raumfahrtnation stärken und wirtschaftlichen Mehrwert generieren.

Ein zentrales Merkmal der Plattform ist die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI). Bereits in der Pilotphase nutzten Forscher die Cloud-Infrastruktur, um KI-basierte Ansätze für Aufgaben wie das Erfassen von Waldschäden, die automatisierte Identifizierung von Schutzgebieten und die Überwachung kritischer Infrastrukturen wie Staudämme zu entwickeln. Auch bei der Analyse von Überflutungsgebieten erweisen sich die Daten als wertvoll. Die Behörden setzen die Dienste bereits intensiv für Umweltmonitoring, Agrarförderung oder die Optimierung von Infrastrukturprojekten ein.

Die Realisierung von CODE-DE Lab erfolgt durch ein erfahrenes Konsortium. CloudFerro aus Polen stellt die Cloud-Infrastruktur sowie die zugehörigen Daten- und Verarbeitungsservices bereit. Urbetho CF aus Deutschland übernimmt Projektmanagement, Support und Schulungen. Die langjährige Beteiligung beider Partner an Vorgängerprojekten gewährleistet einen nahtlosen Übergang und eine effiziente Umsetzung.

Der Start von CODE-DE Lab ist eine direkte Reaktion auf den wachsenden Bedarf an präzisen Echtzeitdaten im Kontext des Klimawandels und zunehmender Extremwetterereignisse. Durch den kostenlosen Zugang für berechtigte Institutionen soll die Integration von Satellitendaten in den Arbeitsalltag erleichtert werden, sodass ein breiteres Spektrum an Nutzern, darunter auch kleinere Unternehmen und Forschungsinstitute, in den Genuss dieser wertvollen Datenquelle gelangt. Mit diesem Schritt stärkt Deutschland seine digitale Infrastruktur und positioniert sich als Vorreiter in der Nutzung raumbezogener Daten für gesellschaftliche Herausforderungen und wirtschaftlichen Fortschritt.

Schlagwörter: CODE-DE + Deutschland + CODE-DE Lab

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  • 2. Mai 2026