Apple wird im nächsten Jahr in Brasilien die Zulassung von Drittanbieter-App-Stores auf iOS ermöglichen, nachdem ein langwieriger Rechtsstreit mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE beigelegt wurde. Diese Auseinandersetzung, die bis ins Jahr 2022 zurückreicht, führte zu einer Vereinbarung, in der Apple verpflichtet wird, Entwicklern den Zugang zu externen Zahlungssystemen und Drittanbieter-App-Stores zu gewähren. Die Bedingungen dieser neuen Regelung sehen vor, dass Warnungen bezüglich solcher alternativen Plattformen und Zahlungsmethoden neutral formuliert werden müssen. Auch wenn Apple weiterhin Gebühren erheben darf, sind diese zukünftig anders strukturiert als bisher. Beispielsweise bleiben Käufe innerhalb des App Stores mit einer Gebühr von 25 Prozent (bzw. 10 Prozent für spezielle Programme) gleich. Für App-Käufe, die über externe Systeme abgewickelt werden, wird je nach Art der Weiterleitung eine Gebühr erhoben – entweder null Prozent bei statischem Text oder 15 Prozent, wenn ein direkter Link zur externen Zahlungsseite gesetzt wird. Alternativ-Stores sehen eine Gebühr von 5 Prozent auf die sogenannte Core Technology Commission vor. Apple hatte zuvor argumentiert, dass die Öffnung des iOS-Ökosystems Sicherheitsrisiken für die Plattform birgt, aber in der Vereinbarung wurden Schutzmaßnahmen implementiert, um einige dieser Risiken zu minimieren, insbesondere im Hinblick auf den Schutz jüngerer Nutzer. Das Unternehmen betont weiterhin seine Verpflichtung zur Sicherheit und zum Schutz der Nutzerinteressen sowie der Entwicklergemeinschaften in Brasilien. Sollte Apple seinen Verpflichtungen gegenüber CADE nicht nachkommen, drohen hohe Geldstrafen von bis zu 150 Millionen R$ (etwa 27 Millionen USD). Diese Entwicklung stellt einen Meilenstein für die Wettbewerbsdynamik im brasilianischen App-Markt dar und bietet Entwicklern neue Möglichkeiten zur Vermarktung ihrer Produkte.
Schlagwörter: Apple + Brasilien + CADE
Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
