Der PC-Markt im Wandel: Von DDR5 zu DDR3 – Wie Preisdruck Kaufentscheidungen beeinflusst

Der Preisdruck auf die aktuellen DDR5-Plattformen hat bereits erste sichtbare Auswirkungen im PC-Markt. Spieler, die oft bei Hardwareänderungen ganz vorne mit dabei sind, überdenken ihre Kaufentscheidungen und stellen diese teilweise sogar zurück. Statt eines Upgrades auf die neueste Technologie greifen viele zu kleineren Kapazitäten oder verschieben zumindest ihren geplanten Upgrade-Schritt. Neben diesem Phänomen zeigt sich ein Trend zurück zu älteren Plattformkonzepten, was die Hersteller direkt betrifft. AMD beobachtet die Entwicklung genau und plant möglicherweise, seine AM4-Plattform erneut zu beleben. Schon auf der CES 2023 machte sich dieser Trend bemerkbar: In einem Video mit dem Mainboardhersteller ASRock wurde beispielsweise diskutiert, wie Mainboards mit der Möglichkeit, sowohl DDR4 als auch DDR5 zu unterstützen, realisiert werden könnten. Dies spiegelt die Popularität von Mainboards mit LGA1700 wider, die mit dem Start der Alder-Lake-Plattform im Herbst 2021 aufkamen. Die Core-Prozessoren der 12. Generation boten durch ihren integrierten Speichercontroller noch die Option, sowohl DDR4 als auch DDR5 zu nutzen. Ab den Raptor-Lake-Prozessoren und der 13. Core-Generation wurde jedoch nur noch DDR5 unterstützt. Laut Berichten aus dem chinesischen Forum Boards Channels (via Videocardz) geht der Trend jedoch sogar über diese Entwicklung hinaus: Die Verkäufe von DDR3-Komponenten erleben ein Comeback. Zwar ist DDR3 im Gesamtbild mengenmäßig nur marginal vertreten, aber die Verkaufszahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht, was auf den absurd hohen Preisdruck hindeutet. Dies zeigt eindrücklich, wie stark die aktuelle Situation Einfluss auf Kaufentscheidungen hat und welche extremen Maßnahmen nötig sind, um dem Bedarf gerecht zu werden. Die Ankündigung von AMD, möglicherweise neue Prozessoren für die AM4-Plattform zu bringen, zielt direkt auf diesen Bedarf ab. Viele PC-Nutzer setzen noch auf Ryzen-Prozessoren der ersten bis dritten Generation auf dieser Plattform. Für diese Nutzer stellen ein Ryzen 7 5800X(T) oder gar ein Ryzen 7 5800X3D ein signifikantes Upgrade dar, ohne dass Speicher und andere Komponenten ausgetauscht werden müssen. Dass in einigen Märkten tatsächlich ein Trend zu noch älteren Plattformen mit DDR3-Unterstützung besteht, verdeutlicht eindrucksvoll die prekäre Situation des PC-Marktes und den starken Einfluss der steigenden Preise auf Konsumentenentscheidungen.

Schlagwörter: DDR5 + AMD + DDR4

Wie bewerten Sie den Schreibstil des Artikels?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
  • 14. Januar 2026