Apple reagiert auf Druck und Versprechen aus der vergangenen WWDC, indem es Entwicklern detailliertere Einblicke in die Performance ihrer Apps über den App Store bietet. Dieses Update gilt als das umfassendste seit der Einführung des Entwicklerportals und richtet sich insbesondere an Entwickler, die In-App-Käufe und Abonnements über Apples eigenes Zahlungssystem implementieren. Bisher fehlte eine zentrale Plattform, die datenschutzkonform Daten zu Conversion, Marketing und Revenue zusammenführen konnte. Entwickler wie Andy Weekes von der App Night Sky sehen diese neuen Analytics als einen „Gesundheitscheck“ für ihr Unternehmen, um den finanziellen Erfolg transparenter zu verstehen. Die über 100 eingeführten Metriken ermöglichen unter anderem die sogenannte Kohorten-Analyse. Diese erlaubt es Entwicklern, Nutzergruppen mit gemeinsamem Downloadzeitpunkt (z. B. im Oktober) miteinander zu vergleichen und deren Verhalten hinsichtlich Abonnements oder In-App-Käufen zu analysieren. So lässt sich der Erfolg von Marketingkampagnen oder Änderungen innerhalb der App effektiv messen. Zusätzlich werden Peer-Benchmarks eingeführt, die Entwicklern einen Vergleich ihrer App mit ähnlichen Apps ermöglichen. Dieser Vergleich zeigt Kennzahlen wie Download-to-Paid-Conversion (wie viele Downloads zu zahlenden Kunden führen) und Proceeds per Download (Umsatz pro Download), ohne dabei sensible Daten anderer Entwickler preiszugeben. Obwohl die Funktionsweise komplex erscheint, berichten Entwickler wie Bastien Cazenave (Sorcery School) und der Berlin-basierte One Sec-Entwickler (Teilnehmer am App Store Foundation Program) über eine einfache Bedienbarkeit und einen Mehrwert durch die detailliertere Detailebene. Die kostenlose Bereitstellung dieser Daten ist ein zusätzliches Argument für Entwickler, die bisher möglicherweise auf externe kostenpflichtige Anbieter angewiesen waren. Hinter diesem Schritt sieht man auch Apples strategische Absicht, seinen Plattform-Vorteil weiter auszubauen, während gleichzeitig Druck von Regulatoren bezüglich der Öffnung des Systems für alternative Zahlungsanbieter abgewendet wird. Apple verbindet somit Datenschutzgedanken mit einem konkreten Mehrwert für Entwickler, um die eigene Position im Ökosystem zu stärken.
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