Apple plant eine Erweiterung des Funktionsumfangs für iOS und Wearables, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Ökosystem haben könnte. Ziel ist es, Live Activities auch auf Geräten von Drittanbietern verfügbar zu machen – ein Schritt, der im Kontext der EU-Vorschriften zur Öffnung von iOS für externe Wearables zu sehen ist. Diese Innovation wäre Teil von iOS 26.5, dessen Veröffentlichung voraussichtlich erst Ende April oder Mai erfolgen wird, da das aktuelle Betateststadium noch nicht abgeschlossen ist. Ob Apples Entscheidung allein durch den Digital Markets Act (DMA) motiviert wurde oder ob es sich um ein zusätzliches Bonusfeature handelt, bleibt offen. Möglicherweise sieht Apple die Notwendigkeit, auch außerhalb des eigenen Ökosystems Live Activities zuzulassen, da diese Funktion bereits in der aktuellen Version auf der Apple Watch unentbehrlich für viele Nutzer geworden ist und beispielsweise den Überblick über laufende Bestellungen oder Wartezeiten auf Mietwagen ermöglicht.
Die zukünftige Umsetzung von Live Activities auf Fremdgeräten wird voraussichtlich von Hersteller zu Hersteller variieren, was an den grafischen Elementen in diesen Aktivitäten liegt. Es besteht die Möglichkeit, dass nicht jeder Wearable-Anbieter dieses Feature integriert. Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Erweiterung ist das Notification Forwarding, wodurch echte Benachrichtigungen auf Konkurrenz-Wearables wie Samsung, Google oder Garmin angezeigt werden und direkt darauf reagiert werden kann. Diese Funktionalität geht über die reine Weiterleitung von Nachrichten per Bluetooth hinaus und ermöglicht eine tiefere Interaktion. Zusätzlich wird ein neues Annäherungspairing (Proximity Pairing) eingeführt, mit dem man Kopfhörer oder andere Geräte lediglich in die Nähe des iPhones bringen muss, um sie zu koppeln – bisher war dieses Verfahren nur für AirPods und Beats-Headsets verfügbar. Zusammenfassend sollen all diese neuen Funktionen bis spätestens Ende April/Anfang Mai 2024 vollständig integriert sein.
Um den verantwortungsvollen Umgang mit diesen sensiblen Daten sicherzustellen, hat Apple strikte Richtlinien für Entwickler festgelegt. Die Weiterleitung von Live Activities ist beispielsweise verboten, wenn sie für Werbe-, Profiling- oder Ortsüberwachungszwecke missbraucht werden sollen. Der Einsatz der Daten zum Training von KI-Modellen ist ebenfalls untersagt. Eine Weitergabe an andere Anwendungen oder Geräte ist ebenfalls nicht erlaubt. Entwickler müssen Apple explizit über ihren Verwendungszweck informieren und erhalten dann ein entsprechendes Entitlement. Die Daten selbst werden verschlüsselt übertragen, wobei weder eine Speicherung in der Cloud noch auf dem Empfangsgerät vorgesehen ist. Diese umfassenden Änderungen im iOS-Ökosystem signalisieren einen Wandel hin zu einer offenen und flexiblen Zukunft für Wearables, während gleichzeitig die Privatsphäre und Datensicherheit durch strenge Richtlinien gewährleistet werden sollen.
Schlagwörter: iOS + Live Activities + Apple Watch
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