Google Chrome erhält zwei neue Funktionen zur Steigerung der Produktivität: vertikal angeordnete Tabs und einen verbesserten Lesemodus. Die Funktionen werden schrittweise eingeführt und sind zunächst nicht für alle Nutzer verfügbar.
Eine zentrale Neuerung ist die Möglichkeit, die Tab-Leiste vertikal anzuordnen. Dies erfolgt durch eine Aktion im Kontextmenü der Tabs. Dadurch wird die übliche horizontale Tab-Leiste in eine seitlich angeordnete Seitenleiste umgewandelt. Diese Änderung bietet insbesondere bei vielen gleichzeitig geöffneten Tabs Vorteile, zum Beispiel beim Umgang mit verschiedenen Repositories, Dashboards oder Dokumentationen. Durch die vollständige Anzeige der Seitentitel statt abgeschnittener Bezeichnungen oder nur Favicons wird Übersichtlichkeit gewonnen, besonders auf Breitbildschirmen, wo der Platz effizienter genutzt werden kann. Auch Tab-Gruppen lassen sich so leichter erfassen und organisieren.
Parallel dazu wurde der Lesemodus erweitert. Er entfernt störende Elemente wie Werbung, Seitenleisten und Overlays und präsentiert den eigentlichen Inhaltsbereich in einer reduzierten Vollbildansicht. Diese Optimierung fördert das konzentrierte Lesen langer Texte, beispielsweise technischer Blogbeiträge oder Dokumentationen, bei denen Layout-Elemente und dynamische Einblendungen den Lesefluss unterbrechen könnten.
Ähnliche Funktionen wie vertikale Tabs und ein vergleichbarer Lesemodus sind bereits in anderen Browsern etabliert, zum Beispiel in Firefox. Dieser bietet seit 2023 native vertikale Tabs als Teil einer erweiterten Seitenleiste sowie einen seit 2015 existierenden Lesemodus namens Reader View. Die Konfigurierbarkeit über Unternehmensrichtlinien sowie der Zugriff von Erweiterungen auf die neue Seitenleiste in Chrome bleiben jedoch noch offen.
Schlagwörter: Google Chrome + Kontextmenü + Firefox
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