Apple hat in einigen Ländern eine Änderung am mitgelieferten Netzteil für das neue MacBook Pro mit 16 Zoll Bildschirm vorgenommen. Geräte mit dem leistungsstarken M5 Max und M5 Pro Prozessor werden nun mit einem 140-Watt-Netzteil ausgestattet, das im Gegensatz zu seinen Vorgängern einen proprietären Anschluss anstelle des bisherigen C7-Anschlusses verwendet. Dieser C7-Anschluss war nicht nur direkt kompatibel mit Eurosteckerkabeln über Kleingerätekupplungen, sondern auch mit Apples eigenen Aufsätzen für verschiedene Steckertypen, die lange Zeit im World-Travel-Adapter-Kit angeboten wurden. Dieses Kit wurde jedoch kürzlich aus dem Programm genommen, was zu Vermutungen führte, dass Apple eine Umstellung auf ein einheitliches System anstrebt. Die Bilder, die Macrumors veröffentlicht hat, zeigen deutlich, dass der neue Anschluss länglicher und dünner ist als der C7-Anschluss und ihm die charakteristische Einbuchtung fehlt. Er ist zudem nicht mehr mit Apples eigenem Netzteilverlängerungskabel kompatibel, was eine weitere Abweichung vom üblichen Konzept darstellt. Während es zunächst unklar war, ob diese Änderung weltweit eingeführt wird oder auf bestimmte Märkte beschränkt bleibt, gibt es Berichte aus Ländern wie Australien und China, die dies belegen. Interessanterweise verkauft Apple das 140-Watt-Netzteil auch separat, beispielsweise in China, wie ChargerLAB gezeigt hat. Dieses Netzteil behält seine Leistung bei und ermöglicht weiterhin das Laden eines 16-Zoll MacBook Pro Rechners zu 50 Prozent innerhalb einer halben Stunde, vorausgesetzt, man verwendet ein USB-C-auf-MagSafe-Kabel oder ein passendes Ladekabel. Die Umstellung auf den neuen Anschluss wirft jedoch einige Fragen auf. Apple müsste nun sowohl sein Verlängerungskabel als auch das World-Travel-Adapter-Kit anpassen, was bisher noch nicht geschehen ist. Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der Apple in Regionen wie der EU und Großbritannien begonnen hat, Notebooks ohne mitgeliefertes Netzteil zu verkaufen. Dies betrifft unter anderem das MacBook Neo. Die Begründung dafür liegt in EU-Vorgaben, die Herstellern erlauben, Geräte ohne Stromversorgung anzubieten, wenn der Nutzer bereits eine eigene besitzt. Apple interpretiert dies jedoch so, dass es zukünftig keine Netzteile mehr in den Verpackungskits geben wird und bietet keine alternative Variante mit Netzteil an. Trotz dieser Änderung bleiben die Preise für die Geräte unverändert.
Schlagwörter: Apple + MacBook
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