Roboterhund Spot auf der Jagd nach Graffitisprayern: Die Deutsche Bahn setzt auf Hightech im Kampf gegen Vandalismus

Die Deutsche Bahn hat beschlossen, im Kampf gegen Graffitisprayer auf eine ganz besondere Unterstützung zu setzen: den Roboterhund Spot von Boston Dynamics. Ja, du hast richtig gehört – ein Roboterhund! Spot wird von der DB Sicherheit eingesetzt und wird zunächst nachts zwischen den abgestellten Zügen patrouillieren. Das Ganze ist ein Pilotprojekt mit einer geplanten Dauer von vier Wochen.

Aber was macht dieser Roboterhund eigentlich? Spot wurde mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattet und trainiert, um unerlaubte Graffitisprayer zu erkennen und aufzuspüren. Dafür wurde ihm eine ordentliche Sammlung von rund 1200 Bildern von Graffitisprayern gezeigt – sozusagen ein „Wanted“-Poster für Roboterhunde. Sobald Spot einen Sprayer erkennt, schickt er einen Alarm an die Mitarbeiter der DB Sicherheit. Die können dann per Livestream überprüfen, ob Spot richtig liegt und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Die S-Bahn München hat mit einer wahren Graffiti-Invasion zu kämpfen. Jedes Jahr werden rund 13.000 Quadratmeter ihrer Züge illegal besprüht. Die Beseitigung dieser Kunstwerke kostet nicht nur Zeit, sondern auch eine Menge Geld. Im Jahr 2023 musste die S-Bahn München dafür etwa eine Million Euro ausgeben. Und während die Züge gereinigt werden, stehen sie natürlich nicht für den Bahnbetrieb zur Verfügung. Ein echtes Ärgernis!

Die S-Bahn München hat deutlich gemacht, dass Sauberkeit ein wichtiger Wert für sie ist und dass illegale Graffitis an ihren Zügen keinen Platz haben. Im Vergleich zu den hohen Kosten für die Graffiti-Beseitigung scheinen die Investitionen in Spot also ziemlich gering auszufallen. Es wird berichtet, dass die vierwöchige Testphase des Pilotprojekts voraussichtlich einen mittleren fünfstelligen Betrag kosten wird. Wenn Spot also tatsächlich Graffitisprayer aufspüren kann und dauerhaft eingesetzt wird, könnte sich diese Investition lohnen. Es könnte nicht nur die Anzahl der Graffitis an den Zügen reduzieren, sondern auch eine allgemeine abschreckende Wirkung auf Vandalismus haben.

Übrigens ist die Deutsche Bahn kein Neuling, wenn es um den Einsatz von Spot geht. Ab September 2023 wurde bereits eine Testphase gestartet, in der Spot in der Instandhaltung Mainz-Bischofsheim eingesetzt wurde, um Radsatzwellen zu überprüfen und potenzielle Probleme wie lose Bremsschläuche oder Leckagen zu erkennen. Der Roboterhund hat also schon einiges auf dem Kasten!

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Einsatz von Spot bei der Bekämpfung von Graffitisprayern entwickelt. Aber wer weiß, vielleicht wird er schon bald zum gefürchteten Rächer der Züge und sorgt dafür, dass unsere Bahnen wieder sauber und graffiti-frei sind.

Schlagwörter: DB + München + Spot

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  • 18. März 2024