Fedora 40: Gnome 46 im Fokus mit Sicherheitsupdates und neuen Desktop-Varianten

Fedora 40 präsentiert sich mit einigen bemerkenswerten Änderungen, nachdem die vorherige Version eher zurückhaltend war. Als primärer Desktop steht Gnome 46 im Vordergrund, während KDE Plasma 6 in der Standardinstallation von Xorg nicht mehr enthalten ist. X11 bleibt jedoch als Option in den Paketquellen für KDE verfügbar, erfordert jedoch eine manuelle Installation. Im Gegensatz dazu bietet Gnome 46 immer noch Xorg-Sitzungen an.

Für neugierige Benutzer besteht die Option, das System nach einer Fedora-Installation mit Unified Kernel Images (UKIs) auszurüsten, bei denen der UEFI-Bootloader, der Kernel und die Ramdisk in einer einzigen Datei kombiniert sind. Durch die Verwendung von UKIs wird die Manipulation der initialen Ramdisks verhindert und der Bootprozess dadurch sicherer gemacht.

Zusätzliche Sicherheit wird durch Modifikationen an Systemd-Prozessen gewährleistet, die sowohl für Fedora-Desktops als auch für -Server typisch sind. Mit Hilfe von Systemd ist es möglich, die ausgeführten Systemd-Dienste in einer Sandbox einzusperren, um den Zugriff auf Ressourcen zu beschränken. Wie es bei Systemd oft der Fall ist, existieren viele der Sandboxing-Möglichkeiten bereits seit Systemd 211 aus dem Jahr 2012. Allerdings hat bisher niemand die Anstrengung unternommen, auch alle neuen Richtlinien für Standard-Systemdienste konsequent umzusetzen. Als eines der Unterprojekte von Fedora 40 wurde diese mühsame Arbeit durchgeführt, wobei der Kopf dahinter die Systemd-Absicherung als Ergänzung zu SELinux sieht. Diese greift auch dann, wenn SELinux in Fedora deaktiviert ist. Es ist absehbar, dass andere Distributionen die Systemd-Policies übernehmen werden, wenn sie sich in der Praxis in Fedora bewährt haben, ohne dabei zu viele Nebenwirkungen zu verursachen.

Außerdem sind Wayland, i3 und der benutzerfreundliche Desktop Sugar-on-a-Stick für Schulcomputer verfügbar. Darüber hinaus wurde die Familie der Immutable-Systeme von Fedora um ein neues Mitglied erweitert. Nun sind verschiedene Varianten von Fedora verfügbar: Fedora Silverblue mit Gnome, Kinote mit KDE, Onyx bringt Fedora 40 mit Budgie-Desktop und das neue Sericea zeigt Wayland mit Sway, das ähnlich wie i3 eine hauptsächlich tastaturgesteuerte Arbeitsfläche bietet.

Schlagwörter: Fedora + Fedora Silverblue + UKIs

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  • 23. April 2024