Spotify vs. Apple: Neue Entwicklungen im Streit werfen Licht auf anhaltenden Konflikt zwischen den Giganten
Neue Entwicklungen im Streit zwischen Spotify und Apple werfen ein Licht auf den anhaltenden Konflikt zwischen den beiden Unternehmen. Die jüngsten Ereignisse drehen sich um die Frage, wie Spotify seine Nutzer dazu bringen kann, ein Abonnement abzuschließen, und wer für die damit verbundenen Kosten aufkommen soll.
Spotify behauptet, dass Apple das nächste Update für die iOS-App abgelehnt hat, obwohl das Unternehmen bereits Links zur eigenen Homepage entfernt hatte. Das schwedische Unternehmen wirft Apple vor, europäische Gesetze nicht umzusetzen und fordert die EU-Kommission auf, die Rechte der Verbraucher zu schützen. Spotify vermutet, dass dies damit zusammenhängt, dass das Unternehmen weiterhin keine Provisionen an Apple zahlen möchte, wenn iOS-Benutzer ein kostenpflichtiges Streaming-Abonnement abschließen. Bisher hat Apple noch nicht auf die Vorwürfe reagiert.
Der Streit zwischen den Unternehmen geht mit Apples erneuter Verweigerung, ein Update für die iOS-App von Spotify freizugeben, in die nächste Phase über. Im Kern geht es um die Gebühren, die Apple für alle Einkäufe auf iOS verlangt, einschließlich In-App-Käufen. Spotify versucht, diese Gebühren zu umgehen, indem das Unternehmen die Nutzer dazu bringen möchte, Abonnements direkt auf ihrer eigenen Webseite abzuschließen.
Die EU-Kommission hat bereits entschieden, dass Apples Vorgehen, Angaben zu Preisen unter iOS zu untersagen, rechtswidrig ist. Daraufhin wurde eine Geldbuße in Höhe von 1,8 Milliarden Euro verhängt. Doch der Streit ist damit nicht beendet. Ursprünglich plante Spotify, ab dem 7. März wieder In-App-Verkäufe unter iOS anzubieten, um von den gesenkten Gebühren für App-Anbieter durch die Umsetzung des Digital Markets Act durch Apple zu profitieren. Apple hat jedoch zeitgleich beschlossen, eine neue Gebühr namens „Core Technology Fee“ einzuführen, die pro Installation 50 Cent beträgt (ab 1 Million Installationen pro Jahr). Für Spotify könnte dies aufgrund der hohen Anzahl an Downloads zu einer teuren Angelegenheit werden.
Nachdem in Brüssel eine Entscheidung getroffen wurde, hat Spotify einen ersten Versuch unternommen und bei Apple ein Update für ihre App eingereicht, bei dem direkt auf ihre eigene Homepage verlinkt wurde, um ein Abonnement abzuschließen. Apple hat jedoch die Blockierung veranlasst. Nun unternimmt Spotify einen weiteren Versuch, diesmal ohne jegliche Verlinkung. Das schwedische Unternehmen hofft, dass der Umgang mit dem Update die EU-Kommission auf den Plan ruft.
Vor einem Monat hat die EU-Kommission Untersuchungen zu möglichen Verstößen gegen den Digital Markets Act eingeleitet, die neben Alphabet und Meta auch Apple betreffen. Es soll geklärt werden, ob Apple in Europa Entwicklern tatsächlich erlaubt, in Apps auf günstigere externe Kaufmöglichkeiten zu verweisen, und das ohne Gebühren, wie es der Digital Markets Act vorschreibt. Spotify ist der Ansicht, dass dies nicht durch die Einführung der Core Technology Fee gewährleistet ist, auch wenn im Gegenzug die Schweigepflicht aufgehoben wurde. Es ist noch unklar, ob Brüssel auf den Ruf des schwedischen Unternehmens reagieren wird, da bisher keine offizielle Reaktion aus Brüssel vorliegt.
Der Streit zwischen Spotify und Apple zieht sich nun schon seit einigen Jahren hin und scheint sich immer weiter zu verschärfen. Es bleibt abzuwarten, wie die EU-Kommission auf die Vorwürfe von Spotify reagieren wird und ob weitere rechtliche Schritte unternommen werden. In jedem Fall wird der Ausgang dieses Konflikts Auswirkungen auf die gesamte Musik-Streaming-Branche haben und möglicherweise auch die Beziehung zwischen großen Technologieunternehmen und App-Anbietern verändern.
Schlagwörter: Apple + Spotify + Brüssel
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