Apple muss sich öffnen: iPadOS als Gatekeeper eingestuft – mehr Auswahl für alle!

Die EU-Kommission hat gesprochen und Apple muss handeln! Das Tablet-Betriebssystem von Apple, iPadOS, wurde offiziell als Gatekeeper eingestuft. Das bedeutet, dass Apple nun dafür sorgen muss, dass sich iPadOS innerhalb von sechs Monaten an die umfangreichen Vorschriften des Digital Markets Acts (DMA) hält. Das ist so ähnlich wie wenn man als Teenager von den Eltern zum Aufräumen seines Zimmers gezwungen wird – nur eben in großem Maßstab.

Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für Apple. Das Unternehmen muss nun das iPad genauso öffnen wie das iPhone und anderen Browsern sowie App-Store-Alternativen vollen Zugang gewähren. Kein Monopol mehr für Apple – das wird den anderen Unternehmen sicherlich gefallen. Endlich können sie ihre eigenen Browser und App Stores auf dem iPad anbieten. Vielleicht kommt ja bald der „Firefox für Äpfel“ auf den Markt. Das wäre doch mal was!

Die EU-Kommission hat herausgefunden, dass iPadOS eine wichtige Plattform für Unternehmen ist, um Endkunden zu erreichen. Es gibt sogar mehr Unternehmensnutzer als im DMA festgelegt. Da hat Apple wohl den Vogel abgeschossen. Ursprünglich wurde das Betriebssystem nämlich nicht als Gatekeeper-Dienst eingestuft, weil es angeblich weniger als 45 Millionen aktive Nutzer in der EU hat. Aber die Kommission hat ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht und gesagt: „Nee, nee, das geht nicht so einfach, ihr Apfelköpfe!“

Für Unternehmen ist das natürlich super interessant. Sie können jetzt endlich die große und wirtschaftlich attraktive Nutzerbasis des iPads nutzen, ohne von Apple bevormundet zu werden. Bisher waren sie ja quasi gezwungen, ihre Produkte über den Apple App Store anzubieten. Und da hat Apple natürlich auch so seine kleinen Regeln und Bedingungen. Mit der Öffnung von iPadOS ändert sich das nun. Entwickler und Unternehmen können ihre eigenen Browser, alternative App Stores und sogar Sideloading nutzen. Endlich mehr Freiheit für die Entwickler!

Ein weiterer Punkt, den die EU-Kommission berücksichtigt hat, ist die starke Bindung der Nutzer an das Betriebssystem. Ein Wechsel zu anderen Tablet-Betriebssystemen gestaltet sich schwierig, besonders wenn man ein iPad-Nutzer ist. Man sagt ja, dass Apple-Produkte süchtig machen. Da ist es schon verständlich, dass man nicht so leicht davon loskommt. Vor allem im Bereich der Gaming-Apps ist das iPad sehr beliebt. Da wäre ein Wechsel fast wie ein Entzug. Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja bald eine Entzugsklinik für iPad-Abhängige. „Hallo, mein Name ist Hans und ich bin süchtig nach Angry Birds.“

Es bleibt abzuwarten, wie Apple auf die Forderungen der EU-Kommission reagieren wird. Vielleicht werden sie sich wehren wie ein trotziges Kind, das seine Süßigkeiten nicht teilen will. Oder sie nehmen es einfach hin und sagen: „Okay, dann eben mehr Auswahl für alle.“ Wie auch immer sie sich entscheiden, eins steht fest: Der Tablet-Markt wird durch diese Entscheidung der EU-Kommission sicherlich ordentlich durchgeschüttelt. Und das ist doch mal eine gute Nachricht für uns Verbraucher. Mehr Auswahl, mehr Wettbewerb, mehr Spaß mit unseren Tablets. Lasst die Spiele beginnen!

Schlagwörter: iPadOS + iPad + DMA

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  • 29. April 2024