AMD hat im ersten Quartal 2024 seinen Umsatz um zwei Prozent und den Gewinn um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert. Dies zeigt, dass das Unternehmen profitabler geworden ist. Der Umsatz beläuft sich nun auf 5,47 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn 2,6 Milliarden US-Dollar beträgt.
Obwohl diese Zahlen leicht über den Erwartungen der Analysten lagen, wurde dies an der Börse nicht positiv aufgenommen. Laut Bloomberg sank der Aktienkurs zeitweise um 6,5 Prozent, obwohl er im Jahr 2024 insgesamt um 7,4 Prozent gestiegen war. Es gibt wahrscheinlich mehrere Gründe für das Verhalten der Anleger, da die Zahlen von AMD im Detail sehr unterschiedlich ausfallen.
Besonders der Bereich der Chips für Rechenzentren, der derzeit besonders aufmerksam beobachtet wird, verzeichnete ein deutliches Wachstum. AMD erzielte einen neuen Rekordumsatz von 2,3 Milliarden US-Dollar in diesem Segment. Der Chiphersteller bietet in seiner Data-Center-Sparte sowohl Epyc-CPUs als auch Instinct-GPUs an. Insbesondere die Instinct-GPUs erfreuen sich aufgrund des anhaltenden Hypes um künstliche Intelligenz großer Beliebtheit. Laut AMD war das letzte Quartal der erste Berichtszeitraum, in dem das aktuelle Spitzenmodell MI300 der Instincts kontinuierlich verfügbar war, was die neue GPU-Generation betrifft.
Obwohl das erste Quartal traditionell das schwächste für Chiphersteller ist, war ein Umsatzwachstum von zwei Prozent in der Data-Center-Abteilung ein Erfolg. Auch die Client-Bausteine wie die Ryzen-CPUs erzielten einen Umsatz von 1,4 Milliarden durch die Ryzen-8000-APUs. Allerdings sieht es in der Gaming-Sparte düster aus, da der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 48 Prozent eingebrochen ist und nur noch 922 Millionen US-Dollar beträgt. In der Bilanzmitteilung betont AMD explizit, dass der Verkauf von Radeon-GPUs rückläufig war und mit den Semi-Custom-Chips ein geringerer Umsatz erzielt wurde. Letzteres bezeichnet das Unternehmen seine Abteilung, die SoCs für die PlayStation und Xbox herstellt. Aufgrund der Geschäftsart gibt AMD keine genauen Angaben zu den Stückzahlen, aber die rückläufigen Verkäufe der PlayStation 5 aufgrund der bevorstehenden Markteinführung der PlayStation 5 Pro könnten ein Faktor sein.
Dennoch hat AMD eine positive Umsatzprognose von 5,7 Milliarden US-Dollar für das zweite Quartal 2024 abgegeben. In der Präsentation zu den aktuellen Zahlen wird unter anderem die kommende CPU-Generation mit der Architektur Zen-5 erwähnt.
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