Ukrainische Behörden nehmen mutmaßliche russische Cyberkriminelle fest – Ransomware und Phishing betroffen

Potenzielle Cyberkriminelle, die vermutlich im Auftrag russischer Auftraggeber tätig waren, wurden von der ukrainischen Cyberpolizei und dem Inlandsgeheimdienst festgenommen. Es scheint, dass die Verdächtigen Teil eines kriminellen Netzwerks waren, da sie Ransomware-Komponenten entwickelten, eine große Anzahl ukrainischer Rufnummern registrierten und von dort aus Phishingnachrichten und Desinformation verbreiteten.

In Schytomyr, einer Verwaltungsregion in der Nordukraine, wurde eine Verdächtige vom Inlandsgeheimdienst SBU (Sicherheitsdienst der Ukraine) festgenommen. Sie hatte von ihrer Wohnung aus Phishingnachrichten, Malware und Kommentare in sozialen Medien verbreitet, die dem Kreml treu ergeben waren. Um dies zu erreichen, hatte die Frau mehr als 600 Mobilfunknummern von ukrainischen Betreibern sowie Telegram-Konten registriert. Sie sieht sich nun mit einer möglichen Anklage wegen unbefugtem Eingriff in den Betrieb von Kommunikationssystemen konfrontiert.

Ebenfalls in Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, wurde ein Verdächtiger, der mutmaßlich als Cybercrime-Dienstleister tätig war, vom Sicherheitsdienst festgenommen. Berichten zufolge soll der Mann fast 15.000 Konten in verschiedenen Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken erstellt und diese im Darknet zum Verkauf angeboten haben. Laut Informationen des ukrainischen Geheimdienstes waren russische Dienste die Hauptempfänger der Aktivitäten des Verdächtigen. Den Behörden zufolge wird ihm nun vorgeworfen, strafrechtlich in die territoriale Integrität und Unverletzlichkeit der Ukraine eingegriffen zu haben.

Eine solche Agentur hatte bereits in den vergangenen Tagen gefordert worden. Es scheint, dass es zwischen den aktuellen Behörden, die für Cybersicherheit zuständig sind – wie FSTEC (Federal Service for Technical and Export Control), dem Inlandsgeheimdienst FSB, dem Ministerium für digitale Entwicklung und der russischen Zentralbank – oft zu Schwierigkeiten und Kommunikationsproblemen kommt, die zu Verlusten und Spannungen führen. Die Lösung dieser Probleme könnte von einer zentralen Instanz ausgehen.

Schlagwörter: Ukraine + Schytomyr + SBU

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  • 14. Juni 2024

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