Digitale Zwillinge: Superhelden der Prozessoptimierung und Kostensenkung

Digitale Zwillinge – das klingt ja fast wie die neuen Superhelden unserer Zeit. Aber was verbirgt sich wirklich hinter diesem hippen Begriff? Digitale Zwillinge sind virtuelle Abbilder von realen Objekten oder Systemen. Stell dir vor, du könntest dich selbst verdoppeln und dann deine virtuelle Kopie losziehen lassen, um all die nervigen Alltagsaufgaben für dich zu erledigen. Klingt verlockend, oder?

Nun, bei digitalen Zwillingen geht es nicht um unsere persönlichen Bedürfnisse, sondern um die Verbesserung von Prozessen in verschiedenen Branchen. Ob in der Fertigung, im Energiesektor oder sogar im Brauereiwesen – digitale Zwillinge sind überall im Einsatz und bieten zahlreiche Vorteile. Durch ihre Verwendung können Prozesse verbessert, Ausfallzeiten minimiert und Kosten gesenkt werden. Das ist doch was!

Ein entscheidendes Merkmal von digitalen Zwillingen ist ihre Fähigkeit, Daten aus der realen Welt in Echtzeit oder nahezu Echtzeit zu integrieren. Das bedeutet, dass Sensoren, IoT-Geräte und andere Quellen kontinuierlich Informationen liefern, die den digitalen Zwilling immer auf dem neuesten Stand halten. So kann man quasi die Welt in einer virtuellen Blase beobachten und analysieren. Ganz schön cool, oder?

Aber Moment mal, es gibt auch Herausforderungen bei der praktischen Implementierung. Denn die Definition und Anwendung von digitalen Zwillingen ist vielfältig. Manche nutzen sie für Konstruktion und Condition Monitoring, andere für die Optimierung von Abläufen und Prozessen. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Johannes Fuhrmann von Arvato Systems schlägt deshalb vor, zwischen „Digitalen Zwillingen“ (3D-Modellen) und „Digitalen Schatten“ (Lebenszyklus-Produktdaten ohne visuelle Modellierung) zu unterscheiden. Das macht die Sache schon etwas klarer.

Aber genug von der Theorie, lass uns mal ein paar praktische Beispiele anschauen. Der Gabelstaplerhersteller Linde Material Handling hat in Zusammenarbeit mit Concept Reply einen digitalen Zwilling eines Gabelstaplers erstellt. So können Veränderungen in der Fahrzeugkonfiguration genau dargestellt und Abläufe simuliert und optimiert werden. Da bleibt kein Gabelstapler mehr im dunkeln stehen, das ist sicher!

Auch BMW macht sich die Vorteile von digitalen Zwillingen zu Nutze. Mit Hilfe der Omniverse-Plattform von Nvidia können die Fabrikplaner des Automobilherstellers das Layout der Produktionsanlagen effizient für die Einführung neuer Fahrzeugmodelle rekonfigurieren. Das spart Zeit und erhöht die Effizienz der Planungsprozesse um satte 30 Prozent. Da kann man ja fast schon von einem neuen Weltrekord sprechen!

Und sogar Heineken, der Brauereikonzern, hat einen digitalen Zwilling im Einsatz. Zusammen mit Siemens wird der Energiebedarf und CO2-Ausstoß der Brauprozesse ermittelt. Basierend auf den Betriebsdaten der verschiedenen Standorte werden Heiz- und Kühlsysteme optimiert, um Energie und CO2 einzusparen. Der digitale Zwilling hat gezeigt, dass etwa die Hälfte der CO2-Emissionen vermieden werden kann. Prost auf die Technologie!

Es ist also klar, dass digitale Zwillinge das Potenzial haben, Prozesse zu verbessern und Kosten zu senken. Unternehmen in der DACH-Region haben das erkannt und setzen vermehrt auf diese digitalen Helden. Klar, es gibt noch ein paar begriffliche Unklarheiten und die Entwicklung interoperabler Use Cases stellt eine Herausforderung dar. Aber hey, wer hat gesagt, dass Superhelden es leicht haben? Es braucht eben ein bisschen Zeit, bis sie ihre volle Power entfalten können.

Schlagwörter: Nvidia + BMW + Siemens

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  • 26. Juni 2024