Cyberkriminalitätsstudie: China, Russland, USA, Ukraine, Rumänien und Nigeria führend laut World Cybercrime Index

Laut dem World Cybercrime Index sind China, Russland, die Ukraine, die USA, Rumänien und Nigeria führend im Bereich Cyberkriminalität und gehören in jeder der fünf untersuchten Kategorien zu den Top 10. Dies geht aus einer aktuellen Studie unter der Leitung von Miranda Bruce von der University of Oxford hervor. Die Studie zeigt, dass die meisten Bedrohungen im Bereich der Cyberkriminalität auf diese Länder ausgerichtet sind und global jedes Jahr Schäden in einem Wertbereich von Hunderten Millionen bis Milliarden von Dollar verursachen.

Die Lokalisierung der Aufenthaltsorte dieser Kriminellen stellt jedoch eine große Herausforderung dar, da sie äußerst geschickt darin sind, sich zu verbergen. Um mehr Einblick in diese Problematik zu erhalten, befragten die Forscher 92 Experten aus verschiedenen Ländern. Diese nannten die Länder, die sie für die wichtigsten Knotenpunkte in fünf verschiedenen Kategorien hielten. Anhand der Umfrageergebnisse können die Wissenschaftler nun die einzelnen Länder miteinander vergleichen und kommen zu dem Schluss, dass die Bedrohung auf eine begrenzte Anzahl von Ländern konzentriert ist. Mindestens ein Experte nannte 97 Länder als Knotenpunkte für eine spezifische Kategorie.

Die neuesten Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. Sie zeigen, dass China im Bereich technischer Produkte und Services die Liste der Cybercrime-Fälle anführt, während die USA bei Daten- oder Identitätsdiebstahl an erster Stelle stehen. Der Iran hingegen führt die Rangliste bei Angriffen und Erpressungen an.

Der World Cybercrime Index könnte dazu beitragen, die Forschung in diesem Bereich zu fördern und die Umsetzung präventiver Maßnahmen zu erleichtern. Allerdings geben die Forscher zu bedenken, dass eine größere Anzahl von teilnehmenden Experten von Vorteil wäre, um ein umfassenderes Bild von der globalen Cyberkriminalität zu erhalten.

Schlagwörter: China + USA + Russland

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  • 17. April 2024