WhatsApp führt Passkeys ein: Ein Schritt näher an einer passwortfreien Zukunft

WhatsApp hat eine neue Funktion eingeführt, die uns näher an eine Zukunft ohne Passwörter bringt. In der iOS-Version der beliebten Messaging-App können Nutzer ab sofort Passkeys verwenden, um sich anzumelden. Das bedeutet, dass man entweder die biometrische Authentifizierung seines iPhones, also Face ID oder Touch ID, oder den Passcode nutzen kann.

Bereits jetzt bietet WhatsApp die Möglichkeit, die App mit einer dieser Optionen zu entsperren. Mit der Einführung der Passkeys geht der Messenger jedoch noch einen Schritt weiter. Nachdem die Unterstützung für Passkeys bereits im Oktober für Android-WhatsApp-Benutzer eingeführt wurde, ist sie nun auch für die iPhone-Version verfügbar, wenn auch mit etwas Verzögerung.

Passkeys sollen in Zukunft die herkömmliche Art der sicheren Authentifizierung mit Passwörtern und SMS-Zwei-Faktor-Authentifizierung ersetzen. Sie ermöglichen es den Nutzern, sich anzumelden, selbst wenn sie nicht mit einem Netzwerk verbunden sind, da der Authentifizierungsschlüssel auf dem Telefon gespeichert ist.

Um herauszufinden, ob man bereits Zugriff auf die Funktion hat, kann man unter den Einstellungen, dem Konto und den Passkeys nachsehen. Es kann jedoch einige Zeit dauern, bis die Einführung bei allen Nutzern erfolgt ist. Falls die Option noch nicht sichtbar ist, empfiehlt es sich, regelmäßig nach Updates zu suchen.

Aktuell scheinen weder die Mac-Desktop-App noch das Webportal von WhatsApp die Möglichkeit zur Verwendung von Passkeys anzubieten. Die Anmeldung über das Menü „Verknüpfte Geräte“ oder das Scannen eines QR-Codes mit einem angemeldeten Gerät sind derzeit die einzigen Möglichkeiten, sich einzuloggen. Dies ähnelt der Anmeldung mit Passkeys auf einem Computer.

Der genaue Funktionsumfang von Passkeys wurde bisher nicht von Meta, dem Unternehmen hinter WhatsApp, erklärt. Passkeys bieten jedoch die Möglichkeit, herkömmliche Passwörter durch die individuellen Authentifizierungsmethoden des Geräts zu ersetzen. Damit ist es möglich, sich bei verschiedenen Diensten wie Gmail, PayPal oder iCloud anzumelden, indem man die biometrische Authentifizierung des Geräts oder einen Hardware-Sicherheitsschlüssel verwendet.

Bei der Erstellung eines Passkeys werden zwei Schlüssel generiert: Einer wird vom Dienst gespeichert, bei dem das Konto liegt, während der private Schlüssel auf dem Gerät gespeichert wird, das zur Überprüfung der Identität genutzt wird. Falls das Gerät beschädigt oder verloren geht, könnte eine Sicherungskopie der Passkeys verfügbar sein, da diese auf mehreren Geräten funktionieren.

Passkeys werden bereits von Passwort-Tresoren wie Apple und Google sowie von Passwort-Managern wie 1Password und Dashlane unterstützt. 1Password hat zusätzlich ein Online-Verzeichnis erstellt, das eine Liste von Diensten enthält, bei denen Benutzer sich mit einem Passkey anmelden können.

Es bleibt abzuwarten, wie weit sich Passkeys in Zukunft verbreiten und ob sie tatsächlich Passwörter und andere Authentifizierungsmethoden ersetzen können. Doch die Einführung von Passkeys bei WhatsApp ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Zukunft ohne Passwörter.

Schlagwörter: Passkeys + WhatsApp + Meta

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  • 24. April 2024

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