Sony Music hat Technologieunternehmen davor gewarnt, unerlaubt Inhalte des Labels zu nutzen. Laut einem Bericht von Bloomberg hat Sony Music Briefe an über 700 Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz und Streaming-Plattformen geschickt, in denen sie auf die Konsequenzen der unerlaubten Verwendung von Inhalten hinweisen.
In den Schreiben betont Sony Music, dass die unerlaubte Nutzung von Inhalten dazu führen kann, dass dem Label und den Künstlern die Kontrolle über ihre Arbeit entzogen wird und sie nicht angemessen vergütet werden. Insbesondere Schulungen, Entwicklungen oder Vermarktungen von KI-Systemen, die urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Musik, Kunstwerke und Texte verwenden, werden dabei explizit erwähnt.
Sony Music vertritt eine Vielzahl von Künstlern, darunter bekannte Namen wie Doja Cat, Billy Joel, Celine Dion und Lil Nas X. Daher ist es für das Label von großer Bedeutung, die Nutzung und den Schutz ihrer Inhalte zu kontrollieren.
Die Musikindustrie hat bereits spezielle Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im Zusammenhang mit KI-Tools zu überwachen. Auf YouTube beispielsweise haben die Labels strenge Regeln für die Musikindustrie ausgehandelt, während für andere Bereiche weniger strenge Schutzmaßnahmen gelten.
Ein weiteres Beispiel für den Konflikt zwischen Musikurheberrechten und Künstlicher Intelligenz ist TikTok. Nachdem die Lizenzverhandlungen gescheitert waren, entfernte Universal Music Group (UMG) im Februar sämtliche Musik ihrer Künstler von der Plattform. Dies führte dazu, dass Songs von berühmten Künstlern wie Taylor Swift und Ariana Grande nicht mehr auf TikTok zu finden waren. Glücklicherweise konnte dieser Konflikt jedoch schnell beigelegt werden und die Künstler von UMG kehrten zur Plattform zurück.
TikTok und UMG haben eine Vereinbarung getroffen, die einen verbesserten Schutz in Bezug auf Künstliche Intelligenz und neue Möglichkeiten der Monetarisierung im E-Commerce bietet. Zusammen arbeiten sie daran, sicherzustellen, dass die Entwicklung von KI in der Musikindustrie sowohl die künstlerische Schöpfung als auch den wirtschaftlichen Nutzen schützt.
Neben den urheberrechtlichen Aspekten haben KI-generierte Stimmenklone, die zur Erstellung neuer Songs verwendet werden, auch Bedenken hinsichtlich der Kontrolle über die eigene Stimme aufgeworfen. KI-Unternehmen haben Modelle anhand von Aufnahmen aus Bibliotheken trainiert, oft ohne Zustimmung, und ermöglichen der Öffentlichkeit die Nutzung dieser Modelle zur Erzeugung neuer Inhalte. Rechtliche Aspekte wie das Recht auf Publicity und das Recht auf Ähnlichkeit können jedoch je nach Bundesstaat in den USA eine Herausforderung darstellen.
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